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Höhe: 1100 m Einwohner: 1860
Allgemeines und Geschichte
Östlich vom Millstätter See liegt inmitten der Nockberge in einem waldreichen, sonnigen Tal Bad Kleinkirchheim, ein sowohl im Sommer wie im Winter bedeutendes Fremdenverkehrszentrum mit besten Unterkunftsmöglichkeiten. Auch in Golfkreisen hat sich Bad Kleinkirchheim einen hervorragenden Ruf erworben. War der Ort bis in die 60er-Jahre des 20 Jahrhunderts hinein fast unberührt, setzte dann aber eine stürmische Entwicklung ein, bedingt auch durch die seit Jahrhunderten bekannte und genutze Thermalquelle. Schon im 15 Jahrhundert wurde sie mit der Kathreinkirche überbaut und geschützt. Mittlerweile hat man weitere Bohrungen durchgeführt. Die Wassertemperatur beträgt nun beim Quellaustritt 36 °C, die Temperaturen im Römerbad und in der St. Kathreinthereme liegen zwischen 36 °C und etwa 24 °C in den Freibecken.
Das Kirchheimer Tal gehört zum Besitz des Benediktinerklosters Millstatt, später kam auch das Tal von St. Oswald dazu. 1598 übernahmen - nach den Benediktinern und den St. Georgs-Rittern - die Jesuiten die Herrschaft in Millstatt. Von den folgenden harten Zeiten - Gegenreformation, Türkeinfälle und Bauernaufstand - blieb auch Bad Kleinkirchheim nicht verschont. Ein "Bauernbad" gab es bereits seit 1470. Entdeckt wurde die Heilquelle vom bairischen Pfalzgrafen Poto, der sich hier vor seinen Häschern versteckte, die ihn suchten, als er gegen Kaiser Heinrich III. aufbegehrt hatte und die Verschwörung niedergeschlagen wurde. Er badete seine Wunden darin und war nach kurzer Zeit wieder gesund.
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche St. Ulrich, Wallfahrtskirche St. Katharina im Bade, Evangelische Kirche
Kuren
Heilbad. Radonführende Akratotherme mit 24 - 32 °C warmem Wasser. Indikationen gegen Verbrauchserscheinungen, neuro-vegetative Fehlregulationen, Rheuma, Nervenentzündungen, Bandscheibenschäden, Migräne, Allergien, Blutarmut, Erschöpfungszustände, nach Kinderlähmung. Kneippkuren
Ausflugsziele
Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen
Gipfelfahrten bis auf 2100 m in den Nationalpark Nockberge oder auf die Kaiserburg
Bäuerliche Architektur
in der Umgebung findet man noch sehenswerte Kärntner Ringhöfe, insbesondere in St. Oswald. Bei den Ringhöfen bilden verschiedene Bauten, die jeweils für bestimmte Zwecke gedacht sind, ein Viereck. Interessant sind auch die zweistöckigen Troadkastn (Getreidespeicher). Flodermühlen findet man in Bad Kleinkirchheim ebenso.
St. Oswald
bietet mit seinen schwarzen Holzhäusern und den Walmdächern noch einen guten Eindruck von den früheren Orten und Höfen im Nockgebiet. Die 1228 erstmals erwähnte Pfarrkirche St. Oswald (Anfang 16 Jahrhundert) besitzt einen spätgotischen Sakristeiturm und ein Pyramidendach; innen sieht man ein schönes Sternrippengewölbe, Fresken von 1514 (Ölberg und Kreuzigung), Wandbilder, einen sehenswerten Hochaltar und Seitenaltäre (um 1680). In und um St. Oswald findet man noch einige herrliche, gut erhaltene und gepflegte alte Kärntner Bauernhäuser und Getreidekästen. In der 1565 erstmals erwähnten Schmiede (Pertlschmiede und Sägemühle) befindet sich ein Handwersmuseum, in der alten Badstube ein kleines Museum zum Thema Herstellung von Leinen und im Wegerstadl die Bilddokumentation "St. Oswald einst". Im Sommer finden entlang des Kulturwanderweges Führungen statt.
Wandervorschläge
Kaiserburg, Kulturwanderweg, Malllnock, 4-Gipfel-Wanderung (Mallnock, Kolmnock, Steinnock, Falkert)
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